wJD – TSG Liebenwalde

Die D-Mädchen des SV Fortuna empfingen nach dem Auswärtssieg in Finow die TSG Liebenwalde zum ersten Heimspiel des neuen Jahres. Das Hinrundenspiel bei der TSG verlief für die Mädchen nicht zufriedenstellend. Vor allem das Angriffsspiel hakte im Oberhavel gewaltig und so stand gegen einen Gegner auf Augenhöhe eine 14:8-Niederlage zu Buche. Nun strebten die jungen Fortunen eine Revanche an.

Der Beginn der Partie stand im Zeichen der Torhüterinnen. Auf beiden Seiten entschärften sie die ersten Würfe des Gegners. Nach einigen ungekrönten Angriffen schlichen sich dann zuerst auf Prenzlauer Seite Fehler in das Offensivspiel ein. Zunächst konnte Amelie Stritzel im Fortuna-Tor die erfolglosen Angriffe ihrer Mittspielerinnen mit ihren Paraden ausgleichen, aber schließlich konnte auch sie nicht jeden Ball abwehren. Ausgerechnet ein Wurf, den sie noch ablenkte, fand dem Weg zum 0:1 ins Prenzlauer Netz. Umso ärgerlicher war, dass nach einem erneuten Fehlpass ihrer Vorderleute eine Kopie dieses Gegentreffers auch noch zum 0:2 führte. Doch Amelie Stritzel zeigt sich unbeeindruckt und blieb ein sicherer Rückhalt ihrer Mannschaft. Mitte der ersten Hälfte gelang es dann auch endlich den Bann zu brechen. Emilia Lange sorgte für den ersten Prenzlauer Jubel – 1:2. Liebenwalde reagierte postwenden mit dem 1:3. Den erneuten Anschlusstreffer vergab Lilly Mathwich von der Strafwurflinie. Sie scheiterte an der gut reagierenden TSG-Torfrau. Einer guten Abwehrleistung war es zu verdanken, dass die Liebenwalder Mädchen sich nicht absetzen konnten. Evi Kiss gelang so der erneute Anschluss zum 2:3. Jedoch verhinderten zahlreiche technische Fehler und Fehlpässe den Ausgleich der Gastgeberinnen. Aber die Fortunen kämpften weiter. Kurz vor der Pause konnte sie sich doch noch belohnen. Evi Kiss überwand die TSG-Torfrau und erzielte den 3:3-Ausgleich.

Die Halbzeitansprache vom Trainer René Hoffmann fiel geteilt aus. Einerseits war er mit der Abwehrarbeit berechtigterweise hochzufrieden. Aber das Angriffsspiel hakte gewaltig. Trotz zahlreicher Fehlpässe und technischer Fehler kamen die Fortunen noch zu einer Reihe klarer Wurfmöglichkeiten. Diese wurde aber fahrlässig vergeben. Im zweiten Abschnitt bedurfte es einer gewaltigen Steigerung der Chancenverwertung, um die Punkte in der Uckermark zu behalten.

Und zunächst lief es gut an. Lilly Mathwich und Elisabeth Jahn brachten ihre Mannschaft 5:3 in Front. Aber auch Liebenwalde zeigte sich erfolgreich und glich wieder zum 5:5 aus, ehe erneut eine torlose Zeit folgte. Wieder standen die Torhüter auf beiden Seiten im Mittelpunkt. Krönender Höhepunkt auf Prenzlauer Seite war nicht nur ein Aliminumtreffer, sondern auch der Abpraller landete erneut am Pfosten, ehe der dritte Versuch dann von der Torhüterin entschärft wurde. Cora Duda im Prenzlauer Gehäuse war anschließend machtlos und Liebenwalde ging wieder in Führung – 5:6. Die Gastgeber reagierten mit der Auszeit. Erneut wurde an die Chancenverwertung appelliert. Und plötzlich klappte es. Zwei Mal Lilly Mathwich und Elisabeth Jahn drehten den Spielstand auf 8:6. Jetzt nutze Liebenwalde die Auszeit, um im Spiel zu bleiben. Doch die Prenzlauer Mädels sorgten für die Entscheidung. Die sichere Deckung mit einer guten Torhüterin ließ keinen Treffer der Gäste mehr zu. Im Angriff nutzte Emma Gertz die sich bietenden Lücken. Während sie zunächst noch ihre Mitspielerinnen einsetzte, belohnte sie sich dann für ihre Läufe mit dem 11:6 selbst. Verdienst für ein engagiertes Spiel war ein verdienter 12:6-Erfolg. Bei einer konzentrierteren Chancenverwertung und geringerer Fehlerzahl hätten die Prenzlauer Mädchen auch nicht so lange um den Erfolg bangen müssen.

Fortuna: Cora Duda (TW), Amelie Stritzel (TW), Evelin Kiss (2), Anna Avetisyan, Stella Jahnke, Lea Dommann, Lilly Mathwich (5), Emma Gertz (1), Emilia Lange (1), Nele Kröger, Elisabeth Jahn (3)

Fotos: Bernward Liese